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Michelangelo Buonarroti

Michelangelo Buonarroti war ein italienischer Künstler. Er hat die Kunst der Renaissance in den Bereichen der Malerei, Bildhauerei und Architektur geprägt. Sein Talent erstreckte sich nicht nur über die handwerkliche Kunst sondern auch über Texte, so war er auch ein bedeutsamer Dichter der italienischen Hochrenaissance.

Seine Familie stammt aus der Provinz Arezzo in Italien. Hier, in Caprese wurde er am 6. März 1475 geboren. Er wuchs mit seinen vier Brüdern in Florenz auf. Seine Mutter starb als Michelangelo erst sechs Jahre alt war. Daraufhin heiratete sein Vater erneut. Vermutlich hat ihn der frühe Tod seiner Mutter in seinem Werdegang beeinflusst.

Schon als kleiner Junge wollte Michelangelo Künstler werden, was seinem Vater jedoch keinesfalls begeisterte. Sein Wille war aber so stark, dass er nach einem Streit seinen Vater überzeugen konnte. So wurde der 13 jährige Michelangelo ein Schüler von Domenico Ghirlandaio. Hier lernte er die Grundlagen der Freskokunst.

1489 konnte Michelangelo in die Kunstschule von Lorenzo il Magnifico eintreten. Dort begann wurde Michelangelo auch bewusst, dass nicht nur die Malerei sondern auch die Bildhauerei zu seinen Leidenschaften gehörte. In seiner Schulzeit entstanden Werke wie das Marmorrelief Kentaurenschlacht. Lorenzo de’ Medici kümmerte sich persönlich um Michelangelo. Es war wohl nicht einfach für ihn. Er lernte viel im Bereich der Kunst und der Philosophie, hatte aber zahlreiche persönliche Probleme die auch zu einem Streit zwischen einem Mitschüler und ihm führten. Sein Mitschüler Torrigiano entstellte ihn durch einen Schlag ins Gesicht. Bis zu seinem Lebensende hatte Michelangelo damit zu kämpfen. Depressive Krisen begleiteten ihn, diese Krisen haben aber wohl auch zu den grandiosen Werken geführt.

Nach politischen Spannungen im Herbst 1494 setzte sich Michelangelo in Bologna ab. Er wurde mit offenen Armen empfangen und fertigte dort zwei Engel für die Grabstätte vom heiligen Dominikus an, die in der Basilika San Domenico standen. Während seiner Abwesenheit wurde in Florenz entschieden, dass er sich um die Ausstattung des neuen Versammlungssaals für den Großen Rat von Florenz kümmern sollte. Kurz darauf kehrte er in seine Heimat Florenz zurück.

Seine Zeit in Florenz war wieder begrenzt. Es gab keine großen Aufträge. Der Kardinal Riario lud ihn dann nach Rom ein. Ende Juni 1496 kam er zum ersten Mal in Rom an. Er hatte sich zuvor an einem Kunstschwindel beteiligt wovon der Kardinal einen Schaden trug. Der Betrug war wohl so gut, dass der Kardinal von seinen Fähigkeiten begeistert war. Durch die Kontakte fand Michelangelo auch den Kontakt zum Kardinal Jean Bilhères de Lagraulas, von diesem bekam er auch den Auftrag für die Pietà von St. Peter. Die Statue blieb die einzige die Michelangelo signiert hat. Dies zeigt wie viel sie ihm bedeutet hat.

Fünf Jahre vergingen und Michelangelo kehrte wieder zurück nach Florenz. Sein Vater und seine Brüder hatten seine Unterstützung gebraucht. Zu dieser Zeit hat Michelangelo eines seiner bekanntesten Werke vollendet. Die Statue des David. Angefangen hatte Agostino di Duccio schon 40 Jahre vor Michelangelo, wurde aber nicht fertig. Nun stand ein angefangener Marmorblock herum. Das Ergebnis ist eine Statue mit einem kraftvollen und präzisen Ausdruck. Bis 1882 stand David auf der Terrasse des Palastes der Signoria.

Während dieser ganzen Zeit hat er die Malerei keineswegs vernachlässigt. Michelangelo schuf mit Raffael die „Heilige Familie“, die man heute in Uffizien findet. Seine Technik in der Malerei erinnert oft an Leonardo da Vinci, da er von ihm viel gelernt hat. Michelangelos Werke waren immer sehr ruhig. In der Bildhauerei zeigte er alle Seiten der Wissenschaft und Perfektion. Modern sahen seine Werke damals nie aus, er schaffte es, das Neue mit dem klassischen der Antike zur verbinden.

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